Das Team der Fachstelle Bildung und Propstei und Mattli Antoniushaus hilft mit einem täglichen kurzen Impuls durch die Fastenzeit. Ab Aschermittwoch bis zu Ostern laden Bilder, kurze Gedanken und Einladungen zur Umsetzung dazu ein, die Tage der Fastenzeit bewusst zu erleben.
Senden Sie uns einfach eine Nachricht an sekretariat@propstei.ch und wir lassen sie Ihnen gerne zukommen.
Unterbrechung
Impulse auf dem Weg zum Osterfest
Leben

«Leben» ist die zentrale Botschaft von Ostern: dass das Leben über den Tod siegt und Licht das Dunkel durchbricht. So kann Ostern ein Impuls zur Hoffnung, zum Aufbruch und zur mutigen Lebensgestaltung sein.
Unser Leben ist allerdings oft von Dunkelheit, Herausforderungen und Ängsten geprägt. „Österlich leben” bedeutet nicht, diese Realitäten zu ignorieren, sondern ihnen mit einer tief verwurzelten Hoffnung zu begegnen.
Impuls
Vielleicht beginnen Sie heute damit, in Ihrem Alltag österlich zu leben:
Licht teilen: In einer hoffenden Welt Ihr kleines Licht der Freundlichkeit, des Mitgefühls oder der Freude weitergeben.
Oder Sie wagen gar einen Aufbruch: Ostern symbolisiert Neuanfang und Veränderung. Haben Sie den Mut, Altes loszulassen, das Sie zurückhält, um neue Wege zu gehen.
Monika Hug, Mattli Antoniushaus

Palmzweige und Jubel auf der einen Seite, die düstere Vorahnung der Leidensgeschichte auf der anderen Seite: Der Palmsonntag fordert heraus, das Widersprüchliche (das so Menschliche?) zusammen zu denken.
In der Karwoche, die mit dem Palmsonntag beginnt, geht Jesu Leben auf sein Ende zu. «Er ist gescheitert», schlussfolgern die Einen. Andere sprechen mit Jesus: «Es ist vollbracht».
Seine letzten Wege und Worte wählt Jesus bewusst. Wie andere sie danach deuten, liegt nicht in seiner Hand.
In seinem «Nachruf auf mich selbst» hat sich der Soziologe Harald Welzer Gedanken gemacht über den Blick auf das Leben von dessen Ende her.
Vgl. Harald Welzer, Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens, Frankfurt a. M. 2021.
Impuls
Heute nehme ich mir Zeit, vom Ende her auf mein eigenes Leben zu blicken: Wer möchte ich einst gewesen sein?
Isabelle Senn, Bildung und Propstei
Der Ahnung trauen

Zwischen dem Nichtmehr und dem Nochnicht liegt die Ahnung dessen, was werden könnte.
Abraham kommt mir in den Sinn, und andere Berufungsgeschichten: auf Zuruf Gottes hin sich aufmachen, ohne Kenntnis des gesamten Wegs, der vor einem liegt, nur den unmittelbar nächsten Schritt vor Augen.
Aber das reicht eigentlich, oder?
Impuls
Ich traue meinen Ahnungen – und mache mich auf.
Nadia Rudolf von Rohr, Mattli Antoniushaus

Der Zug steht fünf Minuten vor Abfahrt. Im Stehbereich findet ein Mann ein Portemonnaie. Er fragt in den Wagen, wem es gehört. Niemand meldet sich. Kurz vor der Abfahrt rennt er aus dem Zug, bringt es zur Servicestelle und kommt zurück. Ich halte ihm noch die Tür auf.
Wir kommen ins Gespräch, trotz Sprachbarriere. Eine halbe Stunde, in der wir einander zuhören. Er ist aus Syrien und seit kurzem in der Schweiz, dankbar, hier leben zu dürfen. Seine Freundlichkeit ist unaufdringlich und ansteckend. Misstrauen begegnet fremden Menschen oft. Umso kostbarer sind diese Momente. Eine Ahnung in mir sagt, dass wir hörender sein dürften mit Fremden – sie überraschen uns meist mit Menschenschönheit.
Impuls
Der Ahnung trauen. Sie führt definitiv weiter, als wir denken.
Musiktipp: Abel Selaocoe in der Elbphilharmonie mit Tsohle. Ein Cellist aus Südafrika, ein grosser Bach-Interpret. Wenn Kulturen einer Ahnung folgen, entsteht etwas überraschend anderes.
(282) Abel Selaocoe plays Tsohle Tsohle (Live at Elbphilharmonie, Hamburg) – YouTube
Alois Metz, Bildung und Propstei

Ich sehe keinen Weg, sagte der Junge.
Siehst du den nächsten Schritt?
Ja!
Dann mache ihn.
Charly Mackesy, in: Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs, das Pferd und der Sturm, 2025
Impuls
Ich lerne, jeden meiner Schritte zu würdigen, sei er noch so klein.
Claudia Mennen, Mattli Antoniushaus

In einem alten Irischen Segensgebet aus dem Jahr 1692 heisst es:
«Geh deinen Weg ruhig –
inmitten von Lärm und Hast und wisse,
welchen Frieden die Stille schenken mag.»
Auf dem Jakobsweg haben wir das Gebet immer wieder gesprochen.
Bewusst sind wir aufgebrochen.
Zuversichtlich, vertrauensvoll gehen, jeden Tag neu.
Der Sehnsucht in uns trauen, die uns weiterführt.
Das Ziel erahnen, obgleich ich es noch lange nicht sehe.
Im Gehen liegt eine zentrale Erfahrung unseres Lebens.
Und eine tiefe Weisheit, denn
«alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an,
dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott.» (Augustinus)
Impuls
Heute bewusst gehen. Ganz in meiner Bewegung sein.
Was erahne ich, wenn ich mich dem Gehen zuwende?
Bernhard Lindner, Fachstelle Bildung und Propstei

Ängste, Gefühle der Einengung, Erfahrungen des Scheiterns, der Ohnmacht und Niedergeschlagenheit – die lebenszerstörenden Dynamiken, die in mir stecken und mich quälen – und da taucht etwas wieder auf – manchmal nach ganz ganz langer Zeit: Es ist ein Trotzdem. Ein Trotzdem für die Zukunft, ein Trotzdem für das Leben. Und in diesem Trotzdem steckt die Ahnung für das Kreative und Gelingende, die Ahnung, die die Hoffnung nährt. Ich darf ihr trauen – vertrauen.
Impuls
Die Ahnung in mir ist die Kraft für die Zukunft. Sie lässt mein Leben aus den Dynamiken der Verstrickungen befreien und mich kreativ in die Welt hineinversetzen – dort wo ich bin.
Guido Estermann, Leiter Fachstelle Bildung und Beratung

Vor über 800 Jahren traf der in Italien lebende Franziskus von Assisi eine existenzielle Entscheidung, die noch heute Menschen inspiriert. Er war ein reicher «It-Boy» seiner Zeit. Sein Vater war ein wohlhabender Tuchhändler und Franziskus liebte Partys sowie den Traum, als Ritter erfolgreich zu werden. Doch nach einem verlorenen Krieg und einer Zeit im Gefängnis merkte er, dass dieser Lebensentwurf ihn nicht glücklich machte. Die Sehnsucht nach Klarheit im eigenen Leben und die Suche nach Gott liessen Franziskus folgende Worte sagen:
DU
lichtvoll über allem
erleuchte
die Finsternis meines Herzens
und schenke mir
einen Glauben
der weiterführt
eine Hoffnung
die durch alles trägt
und eine Liebe
die auf jeden Menschen zugeht
lass mich spüren
GOTT
wer du bist
und erkennen
welchen Weg du mit mir gehen willst!
Aus: Franziskus vor dem Kreuz von San Damiano (um 1206) – Übertragung von Niklaus Kuster in: Kreidler-Kos/Kuster/Röttger, Mein Leben leuchten lassen. Beten mit Franz und Klara von Assisi, Patmos 2015
Nach verschiedenen (Um)-Wegen traut Franziskus seiner Ahnung und findet zu sich selbst.
Impuls
Ich wünsche Ihnen heute gute (Um)-Wege zu sich selbst.
Monika Hug, Mattli Antoniushaus

«Ich setzte meinen Fuss in die Luft, und sie trug»
(Hilde Domin)
Es gibt wohl eine «Weisheit der Füsse»: Noch bevor der Kopf alle Argumente für und wider eine Sache sorgfältig abgewogen hat, sind sie bereit zum ersten Schritt.
Morgen für Morgen stehe ich auf – stets mit der leisen Ahnung: «Es kann ein guter Tag werden.» Ob dies nun bewusst oder (wie meist) unbewusst geschieht; es ist mein täglicher Vertrauensvorschuss an das Leben. (Sonst würde ich an manchen Tagen wohl liegenbleiben…)
Impuls
Ich will heute versuchen, all meinen Schritten mein Vertrauen vorauszuwerfen: «Es wird gut werden.»
Isabelle Senn, Bildung und Propstei
Sinn erahnen

«Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.»
(Vaclav Havel)
Meist ergibt sich Sinnhaftigkeit erst in der Rückschau – in der Stille aber, in der Leere, hat die Ahnung Platz von sich neu zeigendem Sinn.
Wie ein erster Tropfen, der die geleerte Schale zu füllen beginnt…
Impuls
Ich höre auf meine Hoffnung und spüre meiner Ahnung von Sinn nach.
Was will sich mir zu erkennen geben?
Nadia Rudolf von Rohr, Mattli Antoniushaus

Ich war müde, vieles wuchs mir über den Kopf, die Stimmung entsprechend. Eigentlich fehlte mir die Energie, und doch machte ich mich zu einer kleinen Wanderung allein auf den Weg. Der Nebel passte zu mir: grau, dicht, ohne Aussicht.
Als ich aus dem Wald trat, stand plötzlich die Sonne da. Unerwartet, warm im Gesicht. Für einen Moment wurde es ruhig in mir. Nichts musste geklärt oder gelöst werden. Dieser Augenblick war einfach da – und schön.
Mehr als fünfzehn Jahre ist das her. Und doch ist er geblieben, tief in mir verankert, abrufbar, mit dem Gefühl, getragen zu sein.
Impuls
Sinn ist nicht immer zu spüren. Und doch lohnt es sich, den Blick zu heben, trotzig in die Weite. Manchmal überrascht er uns.
Musiktipp:
Johann Sebastian Bach, Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ (BWV 639).
Albrecht Mayer & Vital Julian Frey – Bach: Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, BWV 639 (Adp. Tarkmann) (YouTube)
Alois Metz, Bildung und Propstei

«Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?»
Lukasevangelium 24, 32
Alleine geht es nicht.
Wir brauchen einander, damit das Herz anfängt zu brennen.
Wir brauchen einander, damit wir Sinn erahnen können.
Impuls
Spüre ich mein brennendes Herz? Was sagt es mir?
Gebe ich ihm Gewicht? Komme ich in Bewegung?
Claudia Mennen, Mattli Antoniushaus

Der Suche nach dem Sinn muss ich mich selbst stellen. Immer wieder neu. Ob als Kind oder als Greis. Niemand anders kann Sinn für mich finden. Letztlich wird Sinn mir geschenkt.
Dorothee Sölle wehrt sich in ihrem Buch «Mystik und Widerstand» gegen die «Trivialisierungsmaschinen» unserer Zeit: «Es ist leicht, das innere Licht in einem Menschen auszulöschen. Heranwachsend in die Tüchtigkeit der Welt helfen wir dabei kräftig mit; wir schneiden uns von den eigenen Erfahrungen ab, halten sie für nebensächlich und nicht mitteilenswert oder … nicht mitteilbar.» (S. 31)
Der Umgang mit Kindern hilft mir, wieder unmittelbar Wunder zu entdecken und meinen Erfahrungen zu trauen. «Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt Ihr Gottes Neue Welt nicht verstehen», meint Jesus in Markus 10,15.
Reinhard Mey – Du bist ein Riese, Max – Live 1992 (YouTube)
Impuls
Welche Erfahrungen sind mir im Augenblick wichtig in meinem Leben?
Mit wem möchte ich sie teilen?
Bernhard Lindner, Fachstelle Bildung und Propstei

Das Leben strebt nach Sinn – die Dynamik des Lebens will durch mich sinnvoll gelebt werden:
Der Sinn zu erahnen für die Verwirklichung des eigenen Lebens bedeutet, sich den Anfragen des Lebens zu stellen. Es sind die Realitäten, die die Anfragen an mich stellen. Im Kleinen wie Grossen. Ich bin dabei frei zu antworten: Ich kann antworten, weil ich eben gerade nicht nur Resultat meiner Geschichte und Gene bin. Ich bin nicht einfach Produkt meiner Umwelt, Erfahrungen und Gefühle. In dieser Freiheit kann ich mich selbst zu meinem Gegenüber machen und dabei die Kraft des sinnvoll Möglichen spüren. Diese dynamische Kraft beschwingt mich, das für mich Sinnvolle zu tun, zu leben, zu gestalten. – Das Leben damit zu verwirklichen und das Gute und Kreative wirksam werden zu lassen.
Impuls
Viktor Frankl: «Der Sinn des Lebens besteht darin, dem Leben einen Sinn zu geben.»
Guido Estermann, Leiter Fachstelle Bildung und Beratung

I weiss nid, was es isch… geht es Ihnen machmal auch so, wenn sie über den Sinn (des Lebens) nachdenken? Diesen Sinn zu erahnen gleicht für mich einer Reise… und machmal fühlt es sich an «als wärs mis».
Impuls
Wenn Sie heute vielleicht über (den) Sinn (des Lebens) nachdenken, lassen Sie sich doch von der musikalischen Umsetzung des Textes «Weiss nid, was es isch…» von Martin Suter durch Stephan Eicher verzaubern.
Monika Hug, Mattli Antoniushaus

«Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin» (1 Kor 13,12).
Was Paulus hier beschreibt, gleicht dem Puzzeln ohne Vorlage: Erst am Ende wird das ganze Bild sichtbar. Doch eine Ahnung vom Ganzen zeigt sich bereits im Fragment.
Ähnlich ist es mit dem Sinn: Er lässt sich selten im Voraus erkennen, erschliesst er sich aber schrittweise im Leben.
«Ich bin nicht hier für die Bilanz…» (DOTA – Für die Sterne)
Impuls
Wofür bin ich hier? Ich gehe dieser Frage nach, indem ich Momente von erfahrenem Sinn zusammenfüge – wie ein Puzzle.
Isabelle Senn, Bildung und Propstei
Leere leer sein lassen

Der Duden gibt als Synonym für Leere an: «Nichts».
Leere und Nichts sind gemeinhin Begriffe, die eher negative Assoziationen auslösen.
Anders in der Mystik: Ohne Leere, keine Fülle.
Im Nichts liegt das volle Potenzial, alles kann werden.
Das Haltlose im Nichts kann ängstigen.
Die Weite der Leere kann frei machen – den Atem tief!
Impuls
Heute halte ich Leere aus – atme Weite.
Nadia Rudolf von Rohr, Mattli Antoniushaus

Sieben Jahre lang habe ich Menschen in der Psychiatrie begleitet. Oft gab es wenig zu sagen und wenig zu tun. Worte konnten zu viel sein, Aktivität erst recht. Was blieb, war das einfache Dasein.
Rückblickend merke ich, wie schwer uns diese Leere fällt. Wie schnell wir Stille abbrechen, sie füllen, erklären, übergehen. Nicht nur dort, auch in unserem Alltag. Vielleicht, weil Leere verunsichert. Vielleicht, weil sie nichts verspricht.
Und doch habe ich erlebt: Wenn sie ausgehalten wird, wenn jemand bleibt, ist sie nicht leer. In dieser Stille liegt etwas von dem, was Beziehung im Innersten ausmacht. Unaufdringlich, intensiv, tragend – heilend/heilig.
Impuls
Leere braucht Mut. Wir kennen die Versuchung, Stille schnell zu füllen. Bleiben wir,
öffnet sich manchmal mehr, als erwartet.
Musiktipp: Gustav Mahler, 2. Symphonie. Nach dem ersten Satz will der Komponist rund fünf Minuten Stille – selten gespielt. Besonders eindrücklich bei Claudio Abbado mit dem Lucerne Festival Orchestra. Mahler vertraut darauf, dass diese Stille in uns etwas von Auferstehung erahnen lässt.
Gustav Mahler – Symphony No. 2 «Resurrection» (Lucerne Festival Orchestra, Claudio Abbado) (YouTube)
Alois Metz, Bildung und Propstei

Man muss Geduld haben,
gegenüber dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben und wie Bücher,
die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
…
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.
Rainer Maria Rilke
Impuls
Ich nähre in mir das Vertrauen. Ich halte es aus, nicht direkt auf alles eine Antwort zu finden.
Ich halte mich offen und kultiviere in mir ein hörendes Herz.
Claudia Mennen, Mattli Antoniushaus

Ja, «Multi Tasking» ist manchmal von uns gefragt: eine Sache machen und trotzdem wahrnehmen, was sonst geschieht. Ich kann mich noch gut erinnern an die Zeit mit kleinen Kindern zuhause. Da war dies lebensnotwendig. Doch in den Wettbewerb einstiegen, wer am meisten Dinge meint gleichzeitig machen zu können, mag ich nicht.
Mich vertiefen dürfen in das, was ich gerade tue. Erleben, was gerade ist. Hier und jetzt. Das ist geschenktes Leben.
Und vielleicht noch einen Schritt weiter gehen: Nichts tun. Die Leere leer sein lassen.
Impuls
Ich schenke mir heute eine Auszeit, einen Moment der Stille, ausgesetzt dem «stillen Geschrei» in mir. Oder auch nur eines Sinnes-Erlebnisses.
Vielleicht hilft ja Keith Jarret bei dem Wagnis sich zu fokussieren darauf «ganz Ohr zu sein»: «keith jarrett the melody at night with you» (Google Suche)
Bernhard Lindner, Fachstelle Bildung und Propstei

Die Leere als Existenzerfahrung. Eine in der Mystik zentrale Disposition menschlicher Seinsweise. In dieser Leere, dem absoluten Loslassen der eigenen Gefühle, der eigenen Gebundenheiten, der eigenen Gedanken verwirklicht sich das Göttliche, das Lebensdynamische – von aussen kommend – in einem selbst und ermöglicht die eigene Existenz.
Und in dieser Leere erahnt die eigene Existenz, wozu sie berufen ist. Und es entsteht eine Kraft des Wozu’s, die wirksam werden will. Eine Energie, die verwirklicht werden will. Es ist das Leben.
Impuls
Halte ich es aus? Ist die Leere für mich wohltuend oder angstbeladen? Habe ich den Mut, die eigene Leere – die innere Ruhe auszuhalten? Kann die Energie des Lebens in mich hinkommen und sich mit mir verwirklichen?
Guido Estermann, Leiter Fachstelle Bildung und Beratung

Was machen Sie, wenn Sie irgendwo warten müssen, zum Beispiel beim Zahnarzt, auf der Post oder am Bahnhof?
Ich greife meist zu meinem Smartphone oder lese die ausliegenden Zeitschriften.
Warum füllen wir diese «Leere»” des Wartens oft mit Ablenkung oder Arbeit?
In der Philosophie und im Zen-Buddhismus gilt Leere nämlich nicht als Mangel, sondern als Potenzial. Nur ein leeres Gefäss kann neu gefüllt werden. Wenn wir die Leere also zulassen, schaffen wir Platz für neue Erkenntnisse und Inspirationen.
Impuls
Ich wünsche Ihnen heute etwas «Leere», um einfach sein zu können und vielleicht dadurch eine Inspiration zu erfahren.
Monika Hug, Mattli Antoniushaus

(in der Tat…)
Impuls
Wo es mir gelingt, Leere leer sein zu lassen und Passivität auszuhalten, bringe ich mein Vertrauen zum Ausdruck: Es wird Neues entstehen – nicht alles hängt an mir.
Isabelle Senn, Bildung und Propstei
Verabschieden

Gross ist die Kunst des Anfangs, aber grösser ist die Kunst des Endes.
(Robert A. Heinlein, in: «Die Leben des Lazarus Long»)
Ein Fachwort für diese Kunst heisst «Exnovation» und meint im Grunde die Fähigkeit des Loslassen-Könnens.
Will ich etwas loslassen, muss ich meine Hand öffnen. Was dann offen daliegt, darf nochmals aufmerksam betrachtet und wertgeschätzt werden.
Auch dann, wenn das, was ich lassen muss, nicht «fertig» ist, so liegt im Abschiednehmen auch so etwas wie Voll-Endung.
Impuls
Heute öffne ich immer mal wieder ganz bewusst meine Hände und spüre dem inneren Echo nach…
Nadia Rudolf von Rohr, Mattli Antoniushaus

«Den Gott, an den die meisten Menschen glauben, gibt es Gott sei Dank nicht», schreibt der Theologe Karl Rahner.
Ein Satz wie ein Abschied. Vielleicht auch wie eine Einladung. Nicht alles, was wir glauben, muss bleiben. Manche Bilder waren wichtig, bis sie zu eng wurden. Sie dürfen gehen – nicht im Streit, sondern in Dankbarkeit.
Impuls
Nicht alles, was wir verabschieden, verlieren wir. Manches vollendet sich gerade im Loslassen.
Dazu von Nigel Kennedy «Danny Boy» Das Ende des Musikstücks klingt nach Vollendung: Nigel Kennedy: Danny Boy (YouTube)
Alois Metz, Bildung und Propstei

…Und weine dich von den ausgeblühten Dingen zärtlich los…
Zeile aus dem Gedicht «Ausruhen» von Giannina Wedde (Instagram.com).
Etwas zärtlich zu verabschieden, ist etwas völlig anderes, als etwas einfach wegzulegen oder gar wegzuschmeissen.
Zärtlich bedeutet, sich beziehungsvoll zuwenden. Mit Liebe.
Wer sich zärtlich verabschiedet, würdigt, was gewesen ist.
Wer sich zärtlich verabschiedet, würdigt auch sich selbst.
Wer sich zärtlich verabschiedet, vertraut das Ausgeblühte der Ewigkeit an.
Impuls
Vielleicht hilft mir die Haltung des zärtlichen Verabschiedens, Ausgeblühtes loszulassen.
Vielleicht gibt mir die Haltung des zärtlichen Verabschiedens die Erlaubnis, dass etwas gewesen sein darf.
Claudia Mennen, Mattli Antoniushaus

Wir ziehen um. Noch einmal gehe ich durch die Räume, die wir über lange Zeit mit Leben erfüllen durften. Ich nehme Abschied. Eine Melancholie schleicht sich ein. Doch gleichzeitig erfüllt mich auch Dankbarbeit. Dank für das geschenkte Leben mit allem, was dazu gehört.
Auch wenn ich jetzt gehe, das, was wir leben durften, ist weiterhin da. In mir. In meinen Erinnerungen.
Nichts kann ich festhalten. Abschiedlich lebe ich mein Leben. Doch die Erinnerungen bleiben wie ein grosser Schatz von Gefühlen, von Bildern, von Stimmungen, von Gerüchen, von …
Reinhard Mey: Erinnerungen (YouTube)
Impuls
Heute mir ein wenig Zeit nehmen, um in Erinnerungen zu blättern. An was denke ich gerne zurück? Das gelebte Leben als Schatz erfahren, der Mut gibt für heute.
Bernhard Lindner, Fachstelle Bildung und Propstei

Der wertschätzende Rückblick auf die Wirkungen des eigenen Lebens. Diese Wirksamkeiten können klein oder gross sein. Sie erwachsen aus dem eigenen Handeln, den Beziehungen zu anderen und den Stellungnahmen zur eigenen Geschichte. Es sind die Wirksamkeiten des eigenen Lebens nach aussen in die Welten der eigenen Vernetzungen. Oft gelungen, aber auch gescheitert. Das ist kein Grund zur Sorge, denn Leben heisst Vielfalt – auch das eigene.
In dieser wertschätzenden Rückschau erahnt man das Getane, Geliebte, Gelebte – und Gott wird es letztlich vollenden. Man darf dabei die aufkommende Kraft des Loszulassen spüren. Und gewesene Dinge und Dynamiken des Lebens verabschieden.
Impuls
Verabschieden und loslassen – bewusst oder schicksalshaft: es gelingt in der wertschätzenden Rückschau aufs eigene Tun, auf die eigenen Beziehungen, auf die eigenen Entscheidungen. – Ein Lebensprozess, der Güte und Versöhnung bringt.
Guido Estermann, Leiter Fachstelle Bildung und Beratung

Im Leben verabschiedet man sich immer wieder: für einen kurzen Einkauf, für ein paar Tage im Tessin oder für einen mehrmonatigen Sprachaufenthalt. Und einmal verabschieden wir uns für immer …
«Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.»
(Ausschnitt aus «Ich bin vergnügt, erlöst, befreit»)
Diese Zeilen des deutschsprachigen Kabarettisten, Weltverbesserers und Humanisten Hanns Dieter Hüsch (1925–2005) sollen in hoffentlich ferner Zukunft auf meiner Todesanzeige stehen. In diesen wenigen Worten findet sich für mich alles Wesentliche, was meinen Glauben ausmacht. Und so würde ich mich gerne von dieser Welt verabschieden, im Wissen darum, dass meine Zeit in Gottes Hand liegt.
Impuls
Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie Sie sich verabschieden möchten?
Monika Hug, Mattli Antoniushaus

Ein Taschentuch herausziehen und damit einer Person nachwinken:
Jede*r kennt diese Geste zum Abschied – und die wenigsten praktizieren sie noch.
Das Taschentuch, das in der Luft hin- und hergeschwenkt wird, können Wegfahrende noch lange sehen. Und der/die Zurückbleibende hat damit bereits etwas in der Hand, womit sich Tränen abwischen lassen.
In solchen Abschiedsritualen können Menschen «das Zeitliche segnen lernen» (Gotthard Fuchs).
Impuls
Was sind meine Gesten, meine Rituale fürs Loslassen und Abschiednehmen?
Und was macht das Bewusstsein mit mir, dass ich im Verabschieden «das Zeitliche segnen» kann?
Isabelle Senn, Bildung und Propstei
Raum schaffen

«Falls Sie nicht soeben entrümpelt haben, würde sich dies jetzt anbieten…» (hausinfo.ch)
Sucht man im Netz nach «Frühlingsputz», landet man umgehend auf der Homepage von «Schöner Wohnen» oder eben auch «Hausinfo».
Da heisst es dann weiter: «Beginnen Sie also damit, Kleiderschränke auszusortieren und kaputte Gegenstände, Unnützes oder Unbenötigtes zu entsorgen.»
Raum schaffen, kann auch heissen: entrümpeln. Nicht nur im Aussen, sondern auch im Innern: aussortieren und loslassen, was nicht dem Leben dient.
Dazu ist die Fastenzeit eine Einladung.
Impuls
Heute nehme ich mir etwas Zeit, mein Inneres zu sortieren.
Nadia Rudolf von Rohr, Mattli Antoniushaus

Der Zug ist übervoll, Menschen stehen dicht gedrängt im Gang. Nur eine Vierer-Sitzgruppe ist fast frei. Dort sitzt ein Mann allein. Etwas an ihm scheint Abstand zu schaffen, etwas, das verunsichert – vielleicht deshalb dieser leere Raum mitten im vollen Zug. Ich setze mich bewusst zu ihm, denn Leere kann wehtun, besonders wenn niemand sie teilt.
Ich schaue ihn an. Er hebt den Blick, lächelt und begrüsst mich kurz. Mehr geschieht nicht. Rundherum sind viele in ihre Natels vertieft. Kaum jemand nimmt wahr, dass zwischen zwei Menschen für einen Moment Raum entsteht.
Impuls
Das Display unseres Natels ist ein recht winziger Raum. Wenn wir es weglegen, öffnet sich manchmal ein grösserer und schenkt uns ein echtes Lächeln.
Alois Metz, Bildung und Propstei

Immer ist im Herzen Raum für mehr, sagt die Schriftstellerin Nelly Sachs.
Ich erinnere mich, dass ich in Würzburg als Studentin in sehr engen räumlichen Verhältnissen lebte.
Zugleich erfuhr ich mein Leben als einen weiten Raum. Ich fühlte mich frei in meinem Tun und Lassen.
Heute, im dritten Drittel meines Lebens, liegt nicht mehr so viel Lebens-Zeit und Lebens-Raum vor mir.
Raum schaffe ich – vielleicht in seiner schönsten Weise – durch Gegenwärtigkeit. Im Gegenwärtig-Sein ist immer Raum für mehr.
Impuls
Heute schaffe ich mir Raum durch meine Gegenwärtigkeit.
Auf dem Weg – wer kommt mir entgegen?
Im Gespräch – was klingt in mir an?
Im Trubel – was schenkt mir Geborgenheit?
In der Arbeit – was lässt mich glücklich sein?
Claudia Mennen, Mattli Antoniushaus

«Gott, von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine schützende Hand über mir.» (Psalm 139,5) Gott bindet sich an uns Menschen so erzählt die Bibel.
Das schafft Raum, das Leben zu wählen, statt den Tod, die anderen zu sehen und aus dem ängstlichen Kreisen um sich selbst auszusteigen.
Bindung und Freiheit sind keine Alternativen. Sie gehören in biblischer Perspektive zusammen. Da, wo ich mich an Menschen binde, entsteht ein Raum für andere und für mich selbst, ein Raum, der leben und atmen lässt. Liebe und Verantwortung, Respekt und Wertschätzung werden erfahren.
Dies gilt auch für die Welt im Grossen. Bindungen wie Menschenwürde und Menschrechte schaffen Raum für ein gutes Zusammenleben.
Impuls
Welche Bindungen tragen mich? Welche lassen mich leben?
Heute sage ich jemandem, wie kostbar sie oder er für mich ist.
Bernhard Lindner, Fachstelle Bildung und Propstei

Raum schaffen als inneren Prozess: Strukturen des Gewesenen und des Seienden wahrnehmen. Innehalte, um den eigenen Dynamiken Bewusstsein zu verleihen. Das Gewesene und das Seiende sehen und in Verbindung mit dem eigenen Umfeld, der eigenen Geschichte, den eigenen Ideen bringen– ohne Angst und mit der Liebe zu sich selbst. In dieser Raum-schaffenden Haltung liegt das Potenzial für das Neue, Andere, Lebendige.
Impuls
Das eigene Raum-schaffen braucht Mut und Ausdauer. Es ist wie der Sprung ins eigene Ich. Trauen Sie sich diesen Mut zu. Es lohnt sich, es ist der Start zum Lebendigen im eigenen Sein und für die Welt.
Guido Estermann, Bildung und Propstei

Wo halten Sie am liebsten inne? Ich bin ja eigentlich durch und durch ein Bergmensch, aber das Meer (hier in Portugal) hat eine ganz eigentümliche Wirkung auf mich. Es schafft irgendwie Raum in meinem Inneren. Es lässt mich ruhig werden und fokussiert. In solchen Momenten nehme ich die Welt und mein Sein ganzheitlich war.
Wenn ich dieses Bild betrachte, kann ich wieder in dieses Gefühl eintauchen und mir Raum schaffen.
Impuls
Ich wünsche Ihnen für heute eine «Meer»-Pause, die Ihnen Raum schenkt, um ganz bei sich zu sein.
Monika Hug, Mattli Antoniushaus

80cm x 80cm
So viel freier Raum auf dem Schreibtisch sei ideal, damit kreatives und produktives Arbeiten gelingen kann.
Seit ich das in einem Workshop zur Arbeitsorganisation gelernt habe, frage ich mich manchmal, was alles entstehen könnte, wenn es diesen Freiraum auf meinem Pult tatsächlich immer gäbe…
Impuls
Innere und äussere Ordnung stehen in einem Wechselspiel.
Wo und wie könnte ich (äusserlich) Raum schaffen?
Ich überlege mir das zweckfrei: ohne Hintergedanken, wofür dieser Raum dann wieder genutzt und womit er gefüllt werden könnte.
Isabelle Senn, Bildung und Propstei

Du schufst weiten Raum meinen Schritten… (2 Sam 22,37)
Kapitel 22 im Buch Samuel ist in der Einheitsübersetzung von 2016 überschrieben mit: «Davids Danklied».
Heute, wo wir eine Überfülle an Vielem beklagen, und für Manches fehlenden Freiraum, lohnt es sich, den Fokus zu ändern: Wo war und ist mir Raum geschenkt für meine persönliche Entfaltung?
Impuls
Heute stimme ich ein Danklied an für die Menschen, die mir Seins-Raum schufen und schaffen – und für Gott, der sich darin zeigt.
Nadia Rudolf von Rohr, Mattli Antoniushaus

In einem psychologischen Versuch fügten fast alle etwas hinzu, um eine Aufgabe zu verbessern. Nur wenige dachten daran, etwas wegzunehmen.
Wenn es eng wird, machen wir mehr. Raum entsteht oft durch das, was wir lassen. Begnügt euch mit dem, was da ist (Hebr 13,5).
Impuls
Vielleicht hilft in dieser Fastenzeit ein kleiner Knoten im Taschentuch. Als Erinnerung daran, einmal weniger zu machen.
Musiktipp: Arvo Pärt. Ein Meister des Weglassens. Seine Musik eröffnet neue Räume – zum Beispiel Spiegel im Spiegel. Spiegel im Spiegel for Cello and Piano (Arvo Pärt)
Alois Metz, Bildung und Propstei

Es gibt Worte, die schaffen Raum.
Schön, dass Du gekommen bist.
Ich habe mich auf Dich gefreut.
Mit Dir kann man Pferde stehlen.
Danke.
Verzeih mir.
Meine beste Freundin.
G-tt.
Ewigkeit.
Güte.
Gnade.
Segen.
Amen.
Amen ganz besonders.
Impuls
Heute sammle ich Worte, die mein Herz weit machen. Wenn ich mag, schreibe ich sie auf. Vielleicht der Beginn eines Tagebuchs durch die Fastenzeit.
Claudia Mennen, Mattli Antoniushaus

«Am Aschermittwoch ist alles vorbei!» So heisst es im Kölner Karnevalsschlager von Jupp Schmitz aus den 1950er Jahren. «Nicht ganz», so könnte man von der Basler Fasnacht aus sagen, die bei der alten Berechnung der Fastenzeit geblieben ist: 40 Tage Fastenzeit am Stück, inclusive der Sonntage. Doch ist wirklich «alles vorbei»?
Die christliche Tradition liebt die Brüche im Jahreskalender: Nach der Ausgelassenheit der Fasnacht kommt die Fastenzeit als Vorbereitungszeit auf das Osterfest. Dahinter steht eine tiefe Weisheit. Das Leben braucht beides: Ausgelassene Fröhlichkeit und nachdenkliches Bei-Sich-Sein.
Ich erfahre jedes Jahr den Aschermittwoch als Chance intensiv zu leben. Nach den Monster-Guggen-Konzerten hat auch wieder die Stille ihren Platz. Ich will neu hören.
Impuls
«Gedenke Mensch…» heisst es bei der Austeilung des Aschenkreuz. In Köln als 8. Sakrament bezeichnet. Eine Einladung, mich selbst und mein Leben wert zu schätzen. So wie es ist. Ungeschminkt. Mit Blick auf Ostern und Gottes Barmherzigkeit. Denn «wir kommen alle, alle in den Himmel», so meint Jupp Schmitz in einem anderen Lied.
Bernhard Lindner, Fachstelle Bildung und Propstei

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