Wir leben eine lebensorientierte und sinnerfüllte Kirche. Die Fachstelle Bildung und Propstei der Aargauer Landeskirche leistet mit ihren Bildungs- und Beratungsangeboten einen Beitrag dazu. Mit innovativen, praxisorientierten und stärkenden Beispielen motivieren wir dazu, die Gegenwart und Zukunft der Kirche kreativ zu gestalten. Dazu nutzen wir Begegnungen, Austausch und Impulse. Dabei setzen wir uns für eine dem Menschen zugewandte und vielfältige Kirche ein – insbesondere im Kontext von Übergängen, Veränderungen und Wandel. Den inspirierenden Ort der Propstei Wislikofen nutzen wir dabei als Ort der Begegnung, Bildung und Begleitung.
Die Fachstelle Bildung und Propstei setzt sich folgende Arbeitsschwerpunkte in Bezug auf eine zeitgemässe Kirchenentwicklung
Eine zeitgemässe Kirchenentwicklung ist angesagt und am Laufen. Das Team der Fachstelle Bildung und Propstei setzt sich dafür ein. In Zusammenarbeit mit verschiedenen kirchlichen Partnern (Bistum Basel, TBI, Universität Luzern) bietet die Fachstelle praxisorientierte Angebote. Die Entwicklung eines entsprechendes Bildungs- und Beratungsangebot wird fortlaufend erweitert. Es unterstützt Verantwortliche und Mitarbeitende in Pfarreien, Pastoralräumen und Kirchgemeinden bei den laufenden Transformationsprozessen.
Die Angebote und Beratungen unterstützen den bistumsweiten Prozess von «Pep to go».
Wandel: Verbesserung – Transformation
«Verbesserung justiert das Bestehende, Transformation erschafft etwas grundsätzlich Neues.»
Friedrich Glasl (* 23. Mai 1941 in Wien) ist ein österreichischer Ökonom, Politikwissenschaftler, Organisationsberater und Konfliktforscher.
Bildquelle: dasgoetheanum.com
| Aspekt | Verbesserung | Transformation |
|---|---|---|
| Ziel | Optimierung / Effizienz | Grundlegende Neuausrichtung |
| Umfang | Teilbereiche | Ganzes System |
| Tiefe | oberflächlich bis mittel | tief, systemisch |
| Risiko | gering | hoch |
| Beispiel | Prozessoptimierung | Kulturwandel / Strukturwandel |
Potenziale – Perspektiven für eine Kirche jetzt und in Zukunft
Evangelium: Die Botschaft des guten und gelingenden Lebens und einer gewaltlosen Gesellschaft mit dem Schutz der Mit- und Umwelt – Gottes Geistkraft durch Christus in der Welt stehen als Vision und Mission im Zentrum.
Die Entwicklung in die Zukunft kann nur mit einem erweitertem Kirchenverständnis gelingen, welche Vielfalt zulässt. Dabei geht es um Transformation und nicht «nur» Optimierung und Effizienzsteigerung
Die Aus- und Weiterbildung muss in Zukunft zusammengedacht werden: D.h.: Attraktive interdisziplinäre Theologiestudien, Mitarbeitende, die sich weiterqualifizieren möchten, mit attraktiven Weiterbildungsangeboten für die Kirche weiter motivieren, Quereinsteiger in die kirchliche Arbeit aufnehmen, qualifizierte Freiwillige stärken
Multifunktionale Kirchenraumnutzung wird als Form der Kirchenentwicklung verstanden. Mit partizipativen Prozessen vor Ort können situative Lösungen gefunden werden.
Die konkrete Lebensorientierung steht im Mittelpunkt. Dabei gilt das Zauberwort «Bedürfnisorientierung»
Mit thematischen oder projektorientierten Vernetzungen innerhalb kirchlicher und ausserhalb kirchlicher Partner kann Kirchenentwicklung mit weniger Ressourcen umgesetzt werden.
Die Idee thematischer oder projektorientierter Netzwerke fördert pastorale Projekte.
Es geht ums Kleinerwerden mit innovativen pastoralen Schwerpunktsetzungen. Dabei geht es auch darum, eine entsprechende zukunftsorientierte Immobilienstrategie umzusetzen, die den Bedürfnissen der Pastoral entsprechen.
Die Bildung von grösseren Struktureinheiten darf nicht zu Lasten lokaler, pastoraler Arbeit gehen.
Die Vorgehensweise ist dabei im Sinne von partizipativen Entwicklungsprozessen umzusetzen. Das prozessorientierte Vorgehen lässt Innovation und Entwicklung zu.
Guido Estermann


